Forschungsstelle für Europäisches Zivilrecht
Prof. Dr. F. Ranieri

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     Europäisches Obligationenrecht, 1. Auflage

 

Lehr- und Textbuch

1999. 288 Seiten.
Broschiert öS 595,–, DM 85,–

 

ISBN 3-211-83351-X
Erschienen Oktober 1999

Springers Kurzlehrbücher der Rechtswissenschaft

 

 
bullet Beschreibung auf Deutsch
bullet Description in English
bullet Inhaltsverzeichnis
bulletReviews zur 1. Auflage
bullet2. Auflage 2003
bullet3. Auflage 2009

 



Beschreibung

Das Werk will eine Einführung in die Grundlagen einiger zentraler Themen des Vertrags- und Schuldrechts der wichtigsten europäischen Privatrechtssysteme bieten. Die Probleme werden dabei in einer einheitlichen „gesamteuropäischen“ Perspektive vorgestellt. Das Werk wendet sich bewußt zugleich an Studierende an österreichischen, deutschen und deutschsprachigen schweizerischen Hochschulen. Es soll insoweit Grundlage für eine neue, moderne Form eines – europäisch ausgerichteten – rechtsvergleichenden  Rechtsunterrichts auf dem Gebiet des Zivilrechts werden. . Neben einer systematisch strukturierten Stoffpräsentation steht eine Problem- und fallbezogene Erörterung im Vordergrund. Sie wird durch eine aus gesetzlichen Texten, Kommentaren und Gerichtsentscheidungen bestehende Materialsammlung begleitet und ergänzt. Vorbild hierfür sind die „Cases and Materials“ bei den amerikanischen Law Schools. Das Werk ist aus der Vorlesungserfahrung des Verfassers geboren worden. Es geht aus dem Vorlesungsstoff zu einer Grundvorlesung zum Europäischen Obligationenrecht hervor, die im vergangenen Jahrzehnt an zahlreichen Rechtsfakultäten in mehreren europäischen Ländern abgehalten wurden. Mit einer am konkreten Gerichtsfall orientierten Darstellungsweise lassen sich dieselben Grundprobleme bei Studenten vermitteln, die aus ganz unterschiedlichen Ausbildungs- und Unterrichtstraditionen kommen und die in unterschiedlichen nationalen Rechtssystemen ausgebildet werden. Die Anlage des Werkes als Casebook will in seiner Struktur die Möglichkeit der Entwicklung eines echten „europäischen Lehrbuchs“ eröffnen.  


Description

The book wants to give an introduction to the basics of some central subjects of Contract and Obligation Law in the European Civil Law systems.  Thereby the problems are presented in an homogeneous general European perspective. The book deliberately applies to students at Law Schools in Austria, Germany and Switzerland. To that extent it shall become the basic for a new modern form of a comparative European orientated teaching on the field of Civil Law. In addition to a systematically structured presentation of the subject, a problem and case related discussion is in the foreground. It will be attended and completed by a collection of material containing legal paragraphs, comments and court decisions. The "Cases and Materials" of American law schools posed as a model for this concept. The book results from the teaching experience of the author. It arises from the subjects of teaching of the basic lecture in European Obligation Law, that was held for the last decades at numerous law faculties in several European countries.  With its presentation that is orientated at the concrete court decision the same basic problems can be made clear to Law students who come from different education and teaching traditions and who are trained in different national law systems. The conception as a case book wants to give in its structure the opportunity of the development of a true European manual.  


Inhaltsverzeichnis
 

Einführung

Kapitel 1
Das Vertragsrecht in den kontinentaleuropäischen Zivilgesetzbüchern. Vergleich mit
dem englischen Common Law
1. Der historische Hintergrund
2. Die Stellung des Vertrages in den kontinentalen Kodifikationen
3. Entwicklung und Stellung des Vertragsrechts im englischen Common Law
Anhang: Die Struktur der zivilrechtlichen Kodifikationen

Kapitel 2
Willenserklärung und Vertrag
1. Die pandektistische Theorie der Willenserklärung
2. Stillschweigen und vertraglicher Wille
3. Exkurs: Richterlicher Urteils- und Argumentationsstil in Kontinentaleuropa
4. Erklärungsverhalten und Vertragsschluß

Kapitel 3
Vertragsschluß unter Abwesenden: Angebot, Annahme und Widerruflichkeit der Vertragsofferte
1. Das Problem in den kontinentaleuropäischen Kodifikationen
2. Die Sonderentwicklungen in der französischen und italienischen Judikatur
3. Tod und Geschäftsunfähigkeit des Offerenten
4. Widerruflichkeit der Vertragsofferte und Vertragsschluß im Common Law
5. Vertragsofferte und Vertragsabschluß im „Wiener Kaufrecht“

Kapitel 4
Nichterfüllung und Lieferung von mangelhaften und falschen Waren im Kaufrecht
1. Das Problem in den kontinentaleuropäischen Kodifikationen
2. Die deutsche Rechtsprechung
3. Die österreichische und schweizerische Rechtsprechung
4. Das französische Recht
5. Das italienische und spanische Recht
6. Die andere Sicht des Problems in England und im skandinavischen Recht
7. Das internationale Kaufrecht

Kapitel 5
Vertragliche Schutzpflichten und Schadensersatz: obligations de sécurité und Haftung aus Positiver Vertragsverletzung
1. Das Problem im deutschen Recht: Positive Vertragsverletzung und Culpa in Contrahendo
2. Die österreichische und schweizerische Rechtsprechung
3. Das Problem im französischen Recht: die „obligations de sécurité“ und die „garde du sol“
4. Die italienische Rechtsprechung
5. Europäischer Vergleich

Kapitel 6
Das Recht der unerlaubten Handlungen und der Ersatz des reinen Vermögensschadens
1. Das Problem in der Geschichte des Civil Law
2. Das Deliktsrecht in den europäischen Kodifikationen
3. Der Versorgungsschaden
4. Ersatzansprüche des Gläubigers gegen Dritte
5. Die Kabelfälle und der Ersatz des Drittschadens
6. Europäischer Vergleich

Kapitel 7
Der Ersatz von Schockschäden
1. Einleitung
2. Der Schockschaden in der deutschen Rechtsprechung
3. Das Problem im österreichischen und schweizerischen Recht
4. Der „dommage par ricochet“ in der französischen Rechtsprechung
5. Die Antwort des Common Law
6. Die italienische Rechtsprechung und der „danno biologico da morte“
7. Europäischer Vergleich

Kapitel 8
Geschäftsführung ohne Auftrag und die „Rettungsfälle“
1. Das Institut der Geschäftsführung ohne Auftrag vom römischen Recht bis zu den europäischen Kodifikationen
2. Die Lösung der „Rettungsfälle“ in der deutschen Rechtsprechung
3. Das Problem in der schweizerischen Rechtsprechung
4. Ersatzansprüche bei einer Hilfeleistung im österreichischen Recht
5. Das Problem in der französischen und italienischen Rechtsprechung
6. Europäischer Vergleich

Kapitel 9
Der Grundsatz von Treu und Glauben und die richterliche Kontrolle der Rechtsausübung
1. Einleitung: der historische Hintergrund
2. Die exceptio doli im deutschen Recht als Modell für andere kontinentale Rechtsordnungen
3. Die Lösungen der deutschen Rechtsprechung als kontinentaleuropäisches Modell
4. Die richterliche Korrektur der Rechtsausübung in den romanischen Rechtsordnungen und der „versteckte“
    Rückgriff auf den Grundsatz von Treu und Glauben
5. Richterliche Gesetzeskorrektur nach Treu und Glauben und der Gesetzgeber
6. Das Problem in der Tradition des englischen Common Law
7. Ausblick

Glossar  

Reviews

bullet

Juristische Schulung:
"Das Buch ist für den, der rechtsvergleichend im europäischen Schuldrecht arbeiten will, von größtem Interesse und sehr zu empfehlen."

bullet

Juristenzeitung:
"... Filippo Ranieri präsentiert mit dem vorliegenden Werk nunmehr einen neuen für eine europäische Juristenausbildung ausgesprochen vielversprechenden Literaturtypus: ein 'Lehr- und Textbuch', das dem europäischen Obligationenrecht gewidmet ist ... Insgesamt handelt es sich bei Ranieris Europäischen Obligationenrecht um ein Buch, das dem deutschen Studenten die europäischen Horizonte des Rechts erschließt und das sich ausgesprochen gut als Arbeits- und Grundlagenmaterial für eine Vorlesung zum europäischen, aber gerade auch zum deutschen Vertrags- und Deliktsrecht eignet."
"... Das Buch bildet eine geglückte Verbindung von Wissenschaft und Didaktik ... Das Buch schlägt eine große Bresche auf dem Weg zu einem europäischen Rechtsstudium."

bullet

Liechtensteinische Juristen-Zeitung:
" ...Dieses Buch hilft nicht nur dem Studenten, sondern verschafft auch dem Praktiker, der mit der Errichtung von Verträgen, sowie den sich daraus ergebenden Konsequenzen befasst ist, Einblick in die tieferen Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten der Rechtsordnungen von Vertragspartnern im Ausland ..."

bullet

Neue Juristische Wochenschrift:
"... Die äußerst gelungene Verbindung von Didaktik und Wissenschaftlichkeit angesichts dieser hochaktuellen Aufgabe hat uns bewogen, dieses Buch in die Leseempfehlungen aufzunehmen. Ranieri breitet, so scheint es auf den ersten Blick, vor allem gut ausgewählte Materialien aus den Gesetzen, der Rechtsprechung und Wissenschaft zu einzelnen Problemschwerpunkten für den Leser aus. Sie werden richtigerweise in den Originalsprachen geboten, sind aber meist mit Übersetzungen oder Zusammenfassungen auf Deutsch versehen. Die Anlage des Gedankengangs, die Abfolge der gewählten Beispiele und der analysierende und verbindende Text des Autors führen darüber hinaus den Leser immer tiefer in die historischen und strukturellen Gemeinsamkeiten wie auch Verschiedenheiten der europäischen Rechtsordnungen. Der Parameter ist dabei die Funktion der jeweiligen nationalen Regelungen der Konfliktlösung in einer bestimmten Konstellation. Geschichte und Dogmatik bilden den Hintergrund, um den Sinnzusammenhang der Konfliktlösungen zu verstehen. Ranieri kommt dabei seine profunde Ausbildung in der italienischen und deutschen Rechtskultur und seine wissenschaftliche Kompetenz in Rechtsgeschichte wie Rechtsvergleichung zugute. Mit leichter Hand setzt er die Lösungen der verschiedenen Rechtsordnungen nebeneinander, sieht Gemeinsamkeiten oder Unterschiede und kann sie oft aus der Kontinuität oder der Abkehr von der römisch-gemeinrechtlichen Tradition - oder auch der Diskussion der Pandektenwissenschaft des 19. Jahrhunderts - erklären. Dadurch werden den Verschiedenheiten und Ähnlichkeiten der Problemlösung und der gedanklichen Wege zu ihnen - auf sie kommt es Ranieri besonders an! - die Zufälligkeit genommen, sie erscheinen als verschiedene Muster eines großen Gewebes ... Das Buch von Ranieri stellt eine geglückte Verbindung der Darstellung didaktisch wohl ausgewählten Materials mit der Vermittlung der historischen und strukturellen Tiefendimension der europäischen Rechtsordnungen dar. Es ist ein Glücksfall, dass ein solches Buch schon am Anfang eines langen Weges zu einem - wieder - europäischen Rechtsstudium steht."
" ...Das Buch von Ranieri stellt eine geglückte Verbindung der Darstellung didaktisch wohl ausgewählten Materials mit der Vermittlung der historischen und strukturellen Tiefendimension der europäischen Rechtsordnungen dar. Es ist ein Glücksfall, dass ein solches Buch schon am Anfang eines langen Weges zu einem - wieder - europäischen Rechtsstudium steht."

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Pfälzischer Merkur:
"Das Lehrbuch 'Europäisches Obligationenrecht', Lehr- und Textbuch von Professor Filippo Ranieri ist neben sieben weiteren Büchern als Juristisches Buch des Jahres 2000 ausgezeichnet worden ... Ein elfköpfiges Gremium wählte das Buch als 'äußerst gelungene Verbindung von Didaktik und Wissenschaftlichkeit' in den Kreis der Lese-Empfehlungen: Ranieri ziele mit seinem internationalen Ausbildungsmodell für Absolventen unterschiedlicher nationaler Herkunft auf einen europäischen Rechtsunterricht jenseits des traditionellen Vergleichs der Rechtssysteme. Damit werde eine gesamteuropäische Perspektive angestrebt."

bullet

Schweizerische Juristen-Zeitung:
"... Diese Einführung und ihre Methode sind äußerst verdienstvoll ..."
"... Zu den einzelnen Themen hat der Verfasser eine beeindruckende Dokumentation aus Gesetzgebung, Rechtsprechung und Lehrmeinung aus mehreren europäischen Rechtsordnungen zusammengestellt und jeweils selbst kurz erläutert ..."

 

 

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Forschungsstelle für Europäisches Zivilrecht  - Prof. Dr. F. Ranieri - Letzte Bearbeitung: 25.08.2010