Forschungsstelle für Europäisches Zivilrecht
Prof. Dr. F. Ranieri

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Vermögensrecht I

 2. Übungsklausur

18.1.1997

Sachverhalt

Die sechzehnjährige Karin Müller (K) wünscht sich sei langem eine HiFi-Anlage. Durch Vermittlung eines Bekannten kauft sie endlich, ohne ihre Eltern zu informieren, bei der Geschäftshandlung von Volker Zuleg (V) eine solche Anlage für DM 400,-. Diese Geldsumme hatte K sich aus Geldgeschenken zusammengespart. Der Kauf stellt eine einmalige Gelegenheit dar. Das Gerät stammt nämlich aus einer Konkursmasse und ist ihr deshalb etwa die Hälfte unter dem normalen Handelspreis von V angeboten worden. Zudem wird die Anlage ihr sofort übergeben; den Kaufpreis soll sie dagegen erst am nächsten Monatsersten bezahlen. Gleich am Abend führt K das Gerät den Eltern vor. Diese bewundern es sehr und erklären der K, das sei ein guter Kauf. Wenige Tage später brennt aus ungeklärten Gründen das Zimmer ab, in dem K wohnt; dabei wird auch die HiFi-Anlage völlig zerstört. V, der von dem Brand noch nichts weiß, wohl aber von K gehört hat, daß die Eltern den Kauf billigen, fordert einen Tag nach dem Brand die Eltern fernmündlich zur Genehmigung auf. Die Eltern lehnen jedoch, in Kenntnis des Brandes, nunmehr ab, den Vertrag zu genehmigen.

Muss K am nächsten Monatsersten DM 400,- zahlen?
 

Hinweise:

Einziges erlaubtes Hilfsmittel ist ein nicht kommentierter Text des BGB.
Die Bearbeitungszeit beträgt 120 Minuten.
 

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Forschungsstelle für Europäisches Zivilrecht  - Prof. Dr. F. Ranieri - Letzte Bearbeitung: 11.03.2010