Forschungsstelle für Europäisches Zivilrecht
Prof. Dr. F. Ranieri

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Vermögensrecht I

 1. Übungsklausur
30.11.1996

 
Sachverhalt

 

K als leidenschaftlicher Münzsammler gibt regelmäßig folgende Zeitungsannonce auf:

          Kaufe Münzsammlungen, auch einzelne Münzen, zahle Höchstpreise.
             Zuschriften erbeten unter : K., Im Stadtwald, 66123 Saarbrücken.
 

V, der sich momentan in Geldnöten befindet, liest die Anzeige und nimmt sofort Kontakt zu K auf, indem er Fotos seiner Münzsammlung und das Angebot, diese für 10000 - DM zu verkaufen an obige Adresse schickt.

K, der prinzipiell interessiert ist, ruft daraufhin am Samstag, d.7.12.96 bei V an und fragt an, ob auch eine Einigungsmöglichkeit für 9000- DM möglich sei.
V lehnt jedoch ab, da er dringend 10000- DM zum Kauf eines Ringes benötigt, mit dem er seiner neuen Flamme Susi imponieren will.
Beide verbleiben daher folgendermaßen : V erklärt, er werde sein Verkaufsangebot bis zum 14.12.96 aufrechterhalten. Bis dahin solle der K, falls dieser noch interessiert sei, ihm die Annahme schriftlich mitteilen.

Völlig überraschend lernt jedoch der V am 10.12.96 den ausländischen Sammler Bocuse kennen, der die Sammlung für 15000 DM erwerben möchte.
V ergreift sofort die Gelegenheit und verkauft seine Sammlung an Bocuse, der sie aber erst auf dem Rückweg seiner Geschäftsreise am 20.12.96 mitnehmen möchte.

Als am Samstag,d.14.12.96 ein eingeschriebener Brief bei V eintrifft, erkennt dieser anhand des Umschlages, daß es sich hierbei nur um das Schreiben des K handeln kann und verweigert die Annahme des Briefes.

K besteht, nachdem er zufällig von den Ereignissen Kenntnis erlangt hat auf Lieferung. Ansprüche des Bocuse sind nicht zu prüfen.
 

Bearbeitungsvermerk: Erlaubte Hilfsmittel sind ausschließlich unkommentierte BGB Texte.
Bearbeitungszeit: 2 Zeitstunden.

 

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Forschungsstelle für Europäisches Zivilrecht  - Prof. Dr. F. Ranieri - Letzte Bearbeitung: 11.03.2010