Forschungsstelle für Europäisches Zivilrecht
Prof. Dr. F. Ranieri

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Abschlussklausur SS 2005 Text

Vorlesung Sachen- und Kreditsicherungsrecht

 

E ist stolzer Halter eines jungen Hundes namens „Emil“, an dem er sehr hängt. Als er im Sommer 2005 eine dreiwöchige Fernreise macht, kann er das Tier jedoch nicht mitnehmen und gibt „Emil“ deshalb für diesen Zeitraum zu seinem Freund F in Pflege.

Als F’s Haushälterin H den Hund eines Morgens am Ortsrand ausführt, geschieht das Malheur: „Emil“ reißt sich von der Leine los und verschwindet in den Feldern; alle Versuche von H und F, ihn wiederzufinden, bleiben erfolglos.

Kurz darauf wird der gepflegte Hund mit Halsband, amtlicher Hundemarke (mit deren Hilfe man den Halter ermitteln könnte) und zerrissener Leine von dem Landwirt L in der Nähe seines Aussiedlerhofes gefunden. Er nimmt das Tier, das er angesichts der Urlaubszeit für ausgesetzt hält, zu sich und lässt ihm erst einmal in einer Hundeschule für 200 € eine „Grundausbildung“ zukommen, bei der „Emil“ Gehorchen, Apportieren u.ä. lernt. Während dieser Zeit entstehen L Fütterungskosten in Höhe von 150 €. Anschließend verkauft er den Hund, wie von vornherein geplant, zum Preis von 700 € (in den auch die Kosten für die Hundeschule eingehen) an den gutgläubigen K, der „Emil“ sofort mitnimmt.

K hat allerdings nicht lange Freude an seinem neuen Haustier. Schon bei seinem ersten Spaziergang trifft er den E, der „seinen Emil“ unbedingt von K zurückhaben will. K weist das Ansinnen des E empört zurück, er habe den Hund schließlich gekauft. Zumindest aber müsse E ihm die für das Tier entstandenen Kosten ersetzen.

Ist der Anspruch des E gegen K berechtigt?

 

 

Bearbeitungszeit: 2 Zeitstunden
Hilfsmittel:  Unkommentierte Ausgabe des BGB
Allgemeines: Bitte schreiben Sie deutlich und heften Sie Ihre Klausur vor der Abgabe zusammen.

 

 

Lösungsskizze

ausführliche Lösung

 

 

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Forschungsstelle für Europäisches Zivilrecht  - Prof. Dr. F. Ranieri - Letzte Bearbeitung: 11.03.2010